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GESCHICHTE VON SYDNEY |
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Während seiner Seereise 1770 entdeckte der britische Kapitän James Cook Port Jackson an der östlichen australischen Küste und gab sowohl diesem Ort wie auch, weiter südlich, der Botany Bay seinen Namen. 1787 segelte der Gouvaneur Arthur Phillip mit der ersten Flotte von Grossbritannien zur Botany Bay, wo er laut Anweisung eine Strafgefangenensiedlung errichtete. Die Kolonie von mehr als 1000 Siedlern hatte vor, die Franzosen vor weiterem Eindringen im südlichen Pazifik abzuhalten. Wie auch immer, Phillip entschied, dass die Botany Bay ungeeignet war. Als er Port Jackson weiter nördlich erforschte, fand er einen edlen und grossen Hafen vor, gleichbedeutend, wenn nicht besser als jeder bekannte Hafen in der Welt. Im Januar 1788 hisste er dort die Britische Flagge.
Phillip nannte die Gegend nach
dem derzeit britischen Innenminister Thomas Townshend, Sydney Cove. Phillip
verfolgte ein Wohlwollen und erklärte seine Handlungsweise gegenüber
den annähernd 3000 Aborigines, die zu dieser Zeit in der Gegend lebten.
Als es zwischen den Aborigines und den britischen Siedlern zu Uneinigkeiten
kam, versuchte er immer zu einem Urteil zu kommen. Trotzdem wurde die
Aborigines sehr bald verjagt.
Die Kolonie musste einige frühe
Prüfungen bestehen, einschlieslich der nahen Auslöschung wegen der
Schwierigkeit Getreide im nicht vertrauten Klima und auf schwierigem Boden
anzubauen. Nachdem die Kolonie diese Herausforderungen überstanden hatte,
wuchs sie rapide. Sydney blühte unter dem Governeur Lachlan Macquarie
(1810-1821) architektonisch, kulturell wie auch gesellschaftlich auf. Macquarie
nahm eine humanitäre Politik den Strafgefangenen gegenüber an und
beschränkte den Handel mit Rum, welcher als Währung benutzt wurde.
Der Transport nach New South Wales wurde in den 1840ern aufgehoben, das letzte
der Gefangenenschiffe traf 1849 in Sydney ein.
Viele Menschen wanderten nach
Kalifornien aus um Gold zu suchen, die eigenen Goldfunde jedoch verwandelten
Sydney in den 1850ern und legten den Grundstein für eine herausragende
Stellung in Handel und Finanzen. Die Stadt Melbourne, im gold-reichen Staat
Victoria, war für viele Jahre grösser und wohlhabender als Sydney,
musste aber nach einer Reihe von Wirtschaftskrisen in den frühen 1890ern
die Dominanz an Sydney abtreten.
Die Einwohnerzahl Syndeys stieg zwischen
1850 und 1890 von 60.000 auf 400.000 an und überstieg eine Million um
1920.
Im späten 19. Jahrhundert wurde Sydney zunehmend in der Welt
integriert. 1872 war die Telegrafenleitung nach England vervollständigt
und zwischen Sydney und Neuseeland wurde sie 1876 eröffnet. Von 1870 an
wurden die Zugverbindungen nach Bathurst, Orange, Cootamundra, Wagga Wagga, und
Albury in New South Wales, nach Brisbane, Adelaide und Melbourne wie auch in
andere Teile Australiens ausgedehnt.
Seit nicht allzulanger Zeit
profitiert Sydney von den engen Verbindungen zu Asien unter der
Regierungspolitik der Arbeiterpartei von 1980 und 1990.

