Weihnachtsgedichte
![]() |
![]() ein milder Stern hernieder lacht; vom Tannenwalde steigen Düfte und hauchen durch die Winterlüfte, und kerzenhelle wird die Nacht. Mir ist das Herz so froh erschrocken, das ist die liebe Weihnachtszeit! Ich höre fernher Kirchenglocken mich lieblich heimatlich verlocken in märchenstille Herrlichkeit. Ein frommer Zauber hält mich wieder anbetend staunend muß ich stehn; es sinkt auf meine Augenlieder ein goldner Kindertraum hernieder, ich fühl's, ein Wunder ist geschehn. |
![]() A shining star. A stable rude, The door ajar. Yet in that place, So crude, folorn, The Hope of all The world was born. |
![]() Sah ich durchs Fenster, nah und weltenfern, So jäh, als ob mich eine Hand berührte, Den nie vorher gesehenen Stern. Er sprang und zuckte grün in kaltem Feuer - So groß war nie ein Licht, und kein Planet. Mein Blick war blind davon, und ungeheuer Erschrak mein Herz, und fand nicht zum Gebet. Hob dann die Lider ich, war er verschwunden. War es ein Zeichen? War's ein Ruf des Herrn? Ich frage nicht. Doch hält mich tief gebunden Der nie vorher gesehene Stern. |
![]() die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit! |
![]() Wird es wieder Abend werden, hat Knecht Ruprecht was gebracht. Aus dem Walde wird er kommen, wo verschneite Tannen stehn, und sechs große zahme Hirsche sind vor dem Gefährt zu sehn. Glocken klingen, und der Schlitten ist bis obenhin bepackt. Ach, was hat der gute Alte für die Kinder eingesackt! Äpfel, Nüsse und Rosinen, Kuchen, Kekse, Marzipan, Engelshaar und Mandarinen, Hampelmann und Eisenbahn. Weiß du noch vom letzten Jahre, als der Tannenbaum gebrannt, wie es war, als lang erwartet in der Tür Knecht Ruprecht stand? Nur noch einmal wird es dunkel, nur noch einmal wird es Nacht. Wird es wieder Abend werden, hat Knecht Ruprecht was gebracht. |
![]() Und auf den Bergen liegt der erste Schnee. Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht, In Eis verwandelt ist der blaue See. Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit Und in des Winters Kälte angstvoll gehen, Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn. Es leuchtet fern und sanft aus einem Land, Das einstens voll von solchen Lichtern war, Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar. Verändert hat die Welt sich hundertmal In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt! Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent! |
![]() Es kam aus dem Wald, das Mützchen voll Schnee, mit rotgefrorenem Näschen. Die kleinen Hände taten ihm weh, denn es trug einen Sack, der war gar schwer, schleppte und polterte hinter ihm her. Was drinnen war, möchtet ihr wissen? Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack - denkt ihr, er wäre offen der Sack? Zugebunden bis oben hin! Doch war gewiss etwas Schönes drin, es roch so nach Äpfeln und Nüssen! |
![]() |
![]() for it is matter for the heart to receive, believe, and understand. |
![]() Hat Augen von Korinthen und Mandeln drum und dran. Wie schön ihn alle finden - den Pfefferkuchemann! Er freut sich auf den Weihnachtsbaum, da möcht er drunterstehn. Den Lichterglanz - er glaubt es kaum -, den will er sich besehn, mit Augen von Korithen und Mandeln drum und dran. Wie herrlich wird er's finden - der Pfefferkuchenmann! Wär ich nur nicht solch Leckerschnut und könnte widerstehn, dann wär ja alles schön und gut, wär alles gut und schön. Wie wohl Korinthen schmecken? Sind Mandeln ein Genuss? Ich will ganz schnell mal lecken am süßen Zuckerguss. Und steht der Baum im Kerzenlicht, und ist es dann soweit - da fehlt doch wer, der sieht das nicht, nun tut's mir selber leid. Vernascht sind die Korinthen, die Mandeln drum und dran . . . Er ist nicht mehr zu finden - der Pfefferkuchenmann. |
![]() Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh' ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt, Tausend Kindlein stehn und schauen, Sind so wunderstill beglückt. Und ich wandre aus den Mauern Bis hinaus ins freie Feld, Hehres Glänzen, heil'ges Schauern! Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise schlingen, Aus des Schnees Einsamkeit Steigt's wie wunderbares Singen - O du gnadenreiche Zeit! |
![]() Softly did blow, Round little Bethlehem Long, long ago. Sheep on the hillside lay Whiter than snow; Shepherds were watching them, Long, long ago. Then from the happy sky, Angels bent low, Singin their songs of joy, Long, long ago. For in a manger bed, Cradled we know, Christ came to Bethlehem, Long, long ago. |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |